I claim choice of motif and therefore composition of the picture. The almost perfect construction of something non-perfect is not motivation, but rather reconstruction and stabilization of a situation and it‘s circumstances which makes the situation so unique and short-dated at that specific moment. By contrast there is also the Eternal, the Inconsiderable, the commitment to decay, often oversubscribed by nature for years and decades which shows itself in full bloom at the right moment. Therefore the obvious loneliness of a desert which feels less lonely than the form of loneliness which you may feel among humans who you never may or want to exchange a word with is a respected counterpart to the melancholic self and an urge for content with things which happen in front of your own eyes. In short, it is the specific moment that asks for action, whose aim is the prevention of further action which tries to prevent intervening into that arrangement by illustrating a situation existing at that specific moment.

The implementation of my subjective sight, so of the subject itself, happens apart from generalized aesthetics in an objective perspective with the importance of line. The emotional charged subject is supposed to gain objectivity on the basis of a neutral portrayal. Due to a mixture of object and subject a feeling of security is provided by the respective section.

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Ich erhebe bei einer Aufnahme den Anspruch auf die Wahl eines Motivs und infolgedessen auch die Bildkomposition. Die nahezu perfekte Konstruktion etwas Nicht-Perfekten ist für mich keine Motivation, sondern eher die Rekonstruktion und Stabilisierung einer Situation und deren Umstände, die die Gegebenheit in diesem Moment so einzigartig und meist kurzlebig machen. Im Gegensatz dazu ist es auch das Ewige, das Unscheinbare, das dem Verfall Übergebene und oft von der Natur über Jahre und Jahrzehnte Überzeichnete, das sich zum richtigen Zeitpunkt in voller Blüte zeigt. So ist auch die scheinbar offensichtliche Einsamkeit einer Einöde, die sich jedoch weniger einsam anfühlt als die Form von Einsamkeit, die man unter Menschen verspürt, mit denen man eigentlich kein wahres Wort wechseln kann oder will, dem melancholischen Selbst und einem Drang nach Zufriedenheit mit den Dingen, die sich vor den eigenen Augen abspielen, ein geachtetes Gegenüber. Kurzum, es ist der bestimmte Augenblick der eine Handlung verlangt, deren Ziel das Unterbinden einer weiteren Handlung ist, der das weitere Eingreifen in genau dieses vorliegende Arrangement zu verhindern sucht, indem die zu diesem Zeitpunkt bestehende Situation verbildlicht wird.

Die Umsetzung meines subjektiven Blicks, also des Motivs, erfolgt, abseits der generalisierten Ästhetik, in einer objektiven Perspektive in der die Linienführung mir sehr wichtig ist. Das emotional geladene Motiv soll anhand der neutralen Darstellung auch an Objektivität erlangen. Durch die Vermischung von Objekt und Subjekt, und eine dem jeweiligen Ausschnitt innewohnende Geborgenheit, soll meine persönliche Ansicht des Dargestellten vermittelt werden.